Der erste Besuch führte die Klasse zum jungen Biobauern Clemens Villgrattner, der seit einigen Jahren verschiedene Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Dinkel und Hafer anbaut und damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Lebensmittelproduktion leistet. Bei einer Führung durch die Getreidefelder erklärte er den Kindern den Weg des Getreides vom Aussäen bis zur Ernte. Besonders beeindruckt waren die Schüler:innen von den landwirtschaftlichen Maschinen wie dem Mähdrescher und der Sämaschine. Anschließend zeigte Clemens seine hofeigene Mühle, in der die Kinder beobachten konnten, wie aus Getreidekörnern Mehl entsteht. Sie durften verschiedene Getreidekörner kosten und erhielten schließlich frisch gemahlenes Roggenmehl, das sie für den nächsten Lehrausgang aufbewahrten.
Eine Woche später besuchte die Klasse die Bäckerei von Johannes Tratter. Dort erhielten die Kinder interessante Einblicke in das traditionelle Bäckerhandwerk. Johannes zeigte ihnen die großen Knetmaschinen, den Backofen und erklärte die einzelnen Arbeitsschritte bei der Herstellung von Brot und Gebäck Sie besichtigten die Backstube, lernten die Maschinen und den großen Backofen kennen und erfuhren, wie Brot und Gebäck hergestellt werden. Anschließend durften sie selbst aktiv werden, einen Germteig kneten und daraus Zöpfe und Gipfel formen. Aus dem mitgebrachten Roggenmehl entstanden kleine Vinschgerlen, die später gebacken wurden. Stolz nahmen die Kinder ihre selbst hergestellten Brote mit nach Hause. Im Unterricht wurden die gewonnenen Eindrücke weiter vertieft und die einzelnen Schritte vom Korn zum Brot nachgearbeitet. Die beiden Lehrausgänge ermöglichten den Schülerinnen und Schülern einen anschaulichen Einblick in regionale Landwirtschaft und traditionelles Handwerk.